Nuclear Waste

Wiederaufarbeitung

Die Option mit Abtrennung der Kernbrennstoffe (Uran und Plutonium) aus den Brennelementen wird als Wiederaufarbeitung bezeichnet. Durch diesen Namen wird das Hauptziel deutlich, nämlich das Verfügbarmachen von Kernbrennstoffen für eine erneute Verwendung. Es handelt sich um einen technisch komplizierten und chemisch komplexen Prozess.

Die Brennelemente werden nach der Entladung aus dem Reaktor für eine bestimmte Zeit vor allem in Nasslagern zwischengelagert. Ist das Aktivitätsinventar bestimmter Radionuklide auf den für die Wiederaufarbeitungsanlage relevanten Wert abgeklungen, werden die Brennelemente in diese Anlage transportiert, dort zerlegt, die Brennstäbe zerschnitten und die Abschnitte in Säure gelöst. Aus der Lösung werden Uran und Plutonium zunächst gemeinsam abgetrennt.

Uran und Plutonium werden dann voneinander getrennt und weiter behandelt. Als Oxid sollte das Uran ursprünglich mit dem Plutonium vermischt und für die Herstellung neuer Brennelemente (Mischoxid- oder MOX-Brennelemente) benutzt werden. Tatsächlich wird es anderweitig verwertet oder zwischengelagert. Es ist zurzeit zweifelhaft, ob tatsächlich das ganze wiederaufgearbeitete Uran einer Nutzung zugeführt werden kann. Das Plutonium wird für neue Brennelemente benutzt, die wieder in Leichtwasserreaktoren eingesetzt werden. Bisher ist nicht großtechnisch erprobt, ob auch Mischoxidbrennelemente in beliebiger Menge beliebig oft wiederaufgearbeitet werden können. Es ist davon auszugehen, dass auch bestrahlte MOX-Brennelemente endgelagert werden müssen.

Die bei dieser Wiederaufarbeitung entstehenden Abfälle sind in Kapitel 2.2.3 beschrieben.

Vorteil

Nachteile


Mehr Informationen finden Sie in der Studie
"Umgang mit radioaktiven Abfällen
in der Europäischen Union"